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Erotik-News: Mehr Orgasmen mit Geld


Welchen biologischen Nutzen hat der weibliche Orgasmus? Britische Forscher erklären ihn als Phänomen der Evolution: Das Erreichen des Höhepunkts ist demnach für Frauen ein Indiz dafür, einen guten Partner gefunden zu haben.

Am Sinn von Sex zweifelt niemand: Es geht darum, Nachkommen zu zeugen und so das eigene Erbgut weiterzugeben. Die Lust auf Sex ist somit ein Erbe der Evolution, denn ohne Sex gibt es keine Fortpflanzung. Gleiches gilt auch für den männlichen Orgasmus. Wozu aber der weibliche Orgasmus gut sein soll, darüber streiten sich Forscher schon länger. Zwingend notwendig für eine Befruchtung der Eizelle ist er jedenfalls nicht.

Es kursieren verschiedene Theorien dafür, warum es ihn trotzdem gibt. Womöglich fördert er durch die dabei auftretenden Muskelkontraktionen den langen Marsch der Samenfäden in Richtung Eizelle. Manche Forscher halten ihn gar für ein nicht mehr benötigtes Nebenprodukt der Evolution - ähnlich wie die Brustwarzen beim Mann. Als Beleg führen die Biologen an, dass ein Orgasmus bei Frauen nicht garantiert ist.

Britische Forscher haben nun eine neue Theorie zum weiblichen Orgasmus vorgestellt. Das Erreichen des Höhepunkts beim Sex ist demnach auch eine Frage des Geldes. "Die Orgasmus-Häufigkeit bei Frauen steigt mit dem Einkommen ihres Partners", sagte Thomas Pollet von der Newcastle University der Zeitung "The Times". Es handle sich um ein Evolutionsphänomen, das Frauen bei der Auswahl ihres Partners helfe. "Es hilft ihnen, die Qualität von Männern zu unterscheiden", sagte Pollett dem "Telegraph". Die Theorie werde Kontroversen auslösen, erklärte Pollet, weil sie nahelege, dass Frauen quasi auf reiche Männer programmiert seien.

Gemeinsam mit Daniel Nettle, Professor für Psychologie an der Newcastle University, hat Pollet Daten einer Studie aus China ausgewertet. Beim Chinese Health and Family Life Survey wurden 5000 Menschen aus dem ganzen Land ausführlich über ihr persönliches Leben befragt - einschließlich des Sexuallebens. Unter den Befragten befanden sich 1534 Frauen, die einen Partner besaßen und Grundlage für die neue Orgasmus-Studie waren.
121 dieser Frauen erklärten, beim Sex immer einen Orgasmus zu haben, 408 hatten ihn oft, 762 manchmal und 243 selten oder nie. Das Bild gleiche dem, was bei Befragungen in westlichen Ländern herauskomme, schreiben die Forscher im Fachblatt "Evolution and Human Behavior". Es gebe mehrere Faktoren, welche die Orgasmus-Häufigkeit beeinflussten, sagte Pollet, aber Geld sei einer der wichtigsten.

"Ein höheres Partnereinkommen wirkt sich stark positiv auf die von den Frauen selbst angegebene Orgasmus-Häufigkeit aus", sagte der Psychologe. "Begehrenswertere Männer sorgen bei Frauen für mehr Orgasmen." Dies bestätige frühere Studien, bei denen Wissenschaftler festgestellt hatten, dass Faktoren wie Attraktivität und Körperproportionen des Mannes die Häufigkeit sexueller Höhepunkte beeinflussten.

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